Immer mehr Wiener pfeifen aufs Auto
Die Wiener fahren - jedenfalls in der Stadt - immer weniger mit dem Auto: Öffis, Fahrrad und Umwelt stehen als Gewinner da.

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Nur noch 29 Prozent der Wege werden mit dem Pkw zurückgelegt. Dafür steigt der Anteil der Öffis und des Fahrrads. Das hat eine Erhebung der Wiener Linien ergeben, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Stadtregierung zeigte sich über die Entwicklung erfreut.
Öffentliche beliebt
Insgesamt zwei Prozentpunkte hat das Auto im Vorjahr verloren. 2010 war dieses noch für 31 Prozent aller Ortsveränderungen innerhalb der Stadt benutzt worden. Gewinner waren in gleichem Ausmaß die öffentlichen Verkehrsmittel und das Fahrrad, die jeweils einen Prozentpunkt zulegten: Der Öffi-Anteil betrug im Vorjahr 37 Prozent, jener des Drahtesels sechs. Der Fußgängeranteil blieb mit 28 Prozent konstant.
Den Wiener Linien bescherte diese Entwicklung einen neuen Rekord: 875 Millionen Fahrgäste wurden 2011 gezählt, so viel wie noch nie. 2010 waren 838 Millionen verzeichnet worden. "Der Öffi-Ausbau zahlt sich aus, der abermalige Fahrgastrekord gibt uns Recht", freute sich Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SPÖ) in einer Aussendung.
Für Grüne "Sensation"
Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) wertete die neuen Daten zur Wege-Verteilung ("Modal Split") in einer Aussendung als "Sensation". "Es ist gelungen, in Wien den Anteil der Öffis zu steigern und zugleich Zuwächse beim Radverkehr zu erreichen", betonte die Ressortchefin. Sie betonte, dass auch beim Pendler-Verkehr eine ähnliche Entwicklung erreicht werden solle - da derzeit noch fast 80 Prozent der Einpendler das Auto für die Fahrt in die Stadt benutzen.
Der VCÖ lobte in einer Aussendung die Wiener für den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel. Laut dem Verkehrsclub haben unter anderem das laufend erweiterte Öffi-Angebot und der Umstand, dass Radfahren immer trendiger wird, dazu animiert. Aber auch die hohen Spritpreise, so vermutete der Club, dürften das Auto unattraktiver gemacht haben.
















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