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Zuletzt aktualisiert: 13.02.2012 um 14:50 UhrKommentare

Bunter Gruß einer Legende

Mit Blumen lässt sich der Frühling einläuten und ein Stück Natur in die Wohnung holen. Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Primeln oder Amaryllis bringen mit ihren schönen und duftenden Blüten Frühlingsstimmung. Doch wo kommen die bunten Blüten eigentlich her?

Tulpen kamen erstmals aus Belgien nach Österreich

Foto © Spiderwoman88 - Fotolia.comTulpen kamen erstmals aus Belgien nach Österreich

Balsam für unsere Sehnsucht nach Frühling, Licht und Farbe - gerne jetzt schon mit Tulpen und Narzissen. Wer länger in den bunten Genuss kommen möchte, aber keine Blumenzwiebel gepflanzt hat, geht trotzdem nicht leer aus: Narzissen, Tulpen, Krokusse, Hyazinthen und viele andere Zwiebelblumen sind im Blumentopf erhältlich. Schalen und Kisterln für die Terrasse, den Balkon oder auch für die eine oder andere Fensterbank, die damit bepflanzt wird, sind farbenprächtige Frühlingsgrüße. Auch vor der Eingangstür machen sich solche Frühlingsschalen gut und sie halten mehrere Wochen.

Tulpen zählen zu den beliebtesten Frühlingsboten. Die Bezeichnung Tulpe (Tulipa) soll dem persischen Wort Dulbend für Turban entstammen, da sie im Mittelalter von den Türken mit einem Turban verglichen wurde.

Der Name der Wildform, sylvestris, bedeutet im Wald wachsend. Die wild wachsende Tulpe war schon in alter Zeit das Symbol für Liebeserklärungen. Sie wurde von vielen Dichtern beschrieben und von Malern abgebildet. Im Mittelalter erlebte die Pflanze aus der Familie der Liliengewächse in der Türkei ihren Höhepunkt. Sultan Selim II soll 1574 rund 50.000 Tulpenzwiebeln bestellt haben, im 16. Jahrhundert gab es bereits mehr als 1300 verschiedene Formen.

Geschichte

Die erste Tulpe Mitteleuropas blühte am Wiener Hof. Der kaiserliche Diplomat Ghislain de Busbecq, ein Belgier, hatte 1544 Zwiebeln der Pflanze nach Wien geschickt. Von da verbreitete sich die Tulpe nach England und eroberte Holland, wo sie für Furore sorgte. In den Jahren 1637 bis 1643 kam es zu einer richtigen Tulpenmanie. Alle, die Geld hatten, wollten Tulpen besitzen, es wurden horrende Summen bezahlt, etwa für die Sorte "Semper Augustus" 13.000 Gulden. Die Blume wurde zum Spekulationsobjekt, auch Betrügereien um die Tulpenzwiebeln waren plötzlich an der Tagesordnung, bis nach einem Börsencrash dem Treiben per Gesetz ein Ende gemacht wurde. Klingt bekannt.

Heute kosten Tulpen keine Häuser mehr, dafür gibt es sie in allen Farben. Holland steht in der Zucht der Tulpenzwiebeln an erster Stelle. Mehr als 80 Prozent der Welt-Tulpenproduktion stammt aus den Niederlanden. Hier werden mehr als 1200 Sorten kultiviert, jedoch nehmen die 40 häufigsten gut die Hälfte der Anbauflächen ein.

Sage um Narcissus

Die Narzissen aus der Familie der Amaryllisgewächse gehören ebenfalls zu den Lieblingsblumen im Frühling. Die Art Narcissus pseudonarcissus wird oft auch Osterglocke genannt. Der natürliche Verbreitungsschwerpunkt liegt in Südwesteuropa und Nordwestafrika. Nur wenige Arten kommen auch im Küstengebiet des östlichen Mittelmeers vor.

Große Bedeutung in der mitteleuropäischen Gartenkunst haben Narzissen seit der sogenannten orientalischen Phase von 1560 bis 1620, als sie gemeinsam mit Tulpen und Hyazinthen in die herrschaftlichen Gärten gelangten. Heute gibt es mehr als 24.000 Kulturformen. Im Spätwinter und Frühjahr gehören Narzissen zu den wichtigsten Pflanzen des Blumenhandels.

Der Sage nach geht der Name der Narzisse auf einen attraktiven jungen Mann namens Narcissus zurück. Verehrerinnen wies er kühl ab, so auch die Nymphe Echo, die sich sehr in ihn verliebt hatte. Er war dabei so kaltherzig, dass er den Zorn der Göttin Nemesis auf sich zog. Zur Strafe verliebte er sich beim Trinken aus einer Quelle in sein Spiegelbild. Narcissus wollte es umarmen, aber es war nicht fassbar. An dieser unstillbaren Liebe zu sich selbst ging er zugrunde. Doch die Götter hatten Mitleid und verwandelten ihn in eine wunderschöne, gelb blühende Blume, die Narzisse.


Zeit zum Sortieren

Im Garten herrscht noch Ruhe, daher kann man sich gut auf das Gartenjahr vorbereiten: Saatgutvorräte sortieren, Kataloge, Pflanzlisten studieren und Pflanzpläne erstellen.

Zimmerpflanzen vom Staub reinigen, dann glänzen die Blätter schön und die Pflanzen können mehr Licht aufnehmen. Gewächse von Zeit zu Zeit mit Wasser übersprühen.

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Foto © Fotolyse - Fotolia.com

Narzissen und Tulpen sind beliebte FrühlingsbotenFoto © Fotolyse - Fotolia.com

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