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Zuletzt aktualisiert: 15.02.2012 um 11:26 UhrKommentare

Die Lust auf bunte Blumen

Dem Winter ein Schnippchen schlagen und den Frühling ins Haus holen mit Primeln, Narzissen oder Tulpen. Karl Ploberger weiß, welche Blume was braucht ...

Foto © Ploberger

Unangefochten an der Spitze der Publikumsgunst stehen die Mini-Narzissen. "Tete-a-tete" nennt sich die Sorte der kleinen Märzenbecher, die in Millionen Stück alljährlich in den Gewächshäusern vorgezogen werden. Den Ursprung hatten sie in den Niederlanden, wo sie durch Zufall entdeckt wurden.

Auspflanztipp

Alle Frühlingsboten, die jetzt im Haus gezogen werden, können in den Garten gepflanzt werden. Aber erst nach dem Frost, weil sie verweichlicht sind und keine Minustemperaturen aushalten.

Ein Blumenzwiebelzüchter war bei einem Freund zu Gast und fand die zierlichen Blüten zwischen anderen Narzissen. Der scharfe Blick des Kenners war ein Volltreffer, innerhalb von wenigen Jahren wurde aus der kleinen Zwiebel, die er als Geschenk mitnahm, die vermutlich bestverkaufte Narzisse. Sie ist auf vielerlei Art zu verwenden: im Blumentopf auf der Fensterbank, als Teil einer Frühlingsschale oder in einigen Wochen als erster Balkonschmuck.

Sie mögen's kühl

Narzissen im Zimmer halten besonders lang, wenn man einen möglichst kühlen Platz wählt: Ein Wintergarten oder ein Stiegenhaus sind ideal. Gleichmäßig gießen, nie austrocknen lassen und nach dem Abblühen noch so lange weitergießen, bis die Blätter gelb geworden sind. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn man die Pflanzen in den Garten setzen will.

Ähnlich beliebt sind die Primeln: Ob rot, blau, gelb oder bunte Farbvariationen, sind diese kleinen Blumenstöcke zum fixen Zimmerschmuck in der zweiten Hälfte des Winters geworden. So wie alle anderen "verfrühten" Frühlingsboten gilt auch hier: Je kühler und heller sie stehen, desto länger kann man sich daran erfreuen. Gleichmäßige Feuchtigkeit ist auch hier notwendig.

Duftend

Besonderen Reiz haben für mich immer die gelb-orangen Primeln. Sie sind nämlich die einzigen, die auch den typischen "Schlüsselblumen"-Duft verströmen, zart, aber doch für feine Nasen bemerkbar. Primeln lassen sich natürlich auch im Garten weiterkultivieren, aber auch hier heißt es aufpassen - zuerst abhärten, denn starker Frost vernichtet die Pflanzen. Letzter typischer Frühlingsbote, der früher niemals im Haus fehlen durfte, ist die Hyazinthe. Aber aufpassen: So zart der Duft im Garten ist, so unangenehm kann er im Haus werden. Daher passt diese Pflanze am besten in einen Wintergarten oder in ein Vorhaus.

Karl Ploberger

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Foto © Photovision

Narzissen im Zimmer halten besonders lang, wenn man einen möglichst kühlen Platz wähltFoto © Photovision

Blumen-Favoriten

Primeln: Es gibt sie alljährlich in Millionenauflage in allen nur erdenklichen Farben und Formen. Auch diese Valentinsblume ist besonders langlebig, wenn der Standort nicht zu warm ist.

Märzenbecher: Ob als Schnittblume oder im Topf, die gelben Blüten läuten den Frühling ein. Die Stiele "ausbluten" lassen und erst dann mit anderen Blumen zusammenbringen.

Kamelie: Sie kam über England aus Asien zu uns. Sie ist robuster als viele denken, nur darf sie niemals über zehn bis maximal 15 Grad stehen - ist daher keine wirkliche Zimmerpflanze.

Tulpen: In vielen Farben und Formen werden sie angeboten. Manche beginnen in der Zimmerwärme zu wachsen, das sieht dekorativ aus und schafft beschwingte Lockerheit.

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