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Zuletzt aktualisiert: 22.02.2012 um 13:16 UhrKommentare

Gut geplant ist halb geerntet

Der Trend zum eigenen Gemüsegarten hält an, jetzt ist genügend Zeit für sorgfältige Anbauplanung. Mit den richtigen "Nachbarn" wachsen Pflanzen nämlich schöner und gesünder.

Neben dem passenden Boden kommt es auch auf gute Nachbarschaft an, damit das Gemüse gut gedeiht

Foto © Tomo Jesenicnik - Fotolia.comNeben dem passenden Boden kommt es auch auf gute Nachbarschaft an, damit das Gemüse gut gedeiht

Tomaten, Gurken, Salat, Karotten und Radieschen - so viel wie jetzt wurde schon Jahrzehnte nicht mehr mit Gemüse gegartelt. Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner produzieren im eigenen Garten voll biologisch und gesund. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Für manche geht es ums Sparen, denn Biogemüse aus dem eigenen Garten, vom eigenen Balkon, ist nicht nur gesünder, sondern auch einfach billiger. Für viele ist aber auch das Erlebnis wichtig, zu sehen, wie aus einem Samenkorn ein Pflänzchen wird, wie man nach wenigen Wochen bereits den ersten Salat oder anderes Gemüse ernten und Minuten später in der Küche zu einem köstlichen Gericht verarbeiten kann.

Damit alles prächtig gedeiht, sind Mischkultur und Fruchtfolge zu beachten, die jetzt in aller Ruhe festgelegt werden können. Eine bunte Mischung aus Gemüse, Kräutern und Blumen sorgt nicht nur für Abwechslung im Nutzgarten, sondern hat noch ganz andere Vorteile: Mit dem richtigen "Nachbarn" wachsen die Pflanzen schöner und obendrein funktioniert dabei die Abwehr von Schädlingen und Krankheiten viel besser. So vertreiben die Möhren die Zwiebelfliege und Zwiebeln wehren die Möhrenfliege ab, diese beiden sind ein traditionelles Paar im Gemüsebeet.

Wer sich (nicht) mag

Auch Karfiol und Sellerie helfen sich gegenseitig, der Karfiol bleibt von gefräßigen Kohlweißlingsraupen verschont, der Sellerie wiederum frei von Rost. Salat schützt Kohlrabi und Rettich vor Erdflöhen. Hingegen passen Porree und Rote Bete oder Zwiebel und Kraut überhaupt nicht zusammen. Petersilie mag Gurken, Radieschen, Paradeiser und Zwiebeln, dafür sollten alle Salatarten gemieden werden.

Paradeiser wiederum mögen Buschbohnen, Chicorée, Knoblauch, Kohlrabi, Karotten, Petersilie, Radieschen, Ringelblumen, Salat, Sellerie, Zwiebeln - aber Blaukraut, Erbsen, Fenchel, Gurken, Erdäpfel oder Rohnen (Rote Bete) können sie nicht ausstehen.

Bestäubung

Für Erdäpfel sind Bohnen, Kohlarten, Kohlrabi, Tagetes oder Spinat gute Nachbarn, als schlechte gelten Kürbis, Tomaten, Sellerie oder Sonnenblumen. Basilikum um oder unter Tomaten, Gurken und Kohl gepflanzt schützt gegen Mehltau und weiße Fliege. Borretsch zu Gurken oder Zucchini gepflanzt, lockt Insekten an und garantiert die Bestäubung.

Krankheitserreger und Schädlinge vermehren sich im Gartenboden, wenn die gleichen Gemüsesorten oder verwandte Arten zu häufig auf derselben Fläche angebaut werden. So ist etwa Karotte oder Sellerie durch Fadenwürmer oder Salate durch Pilzkrankheiten gefährdet. Um das zu verhindern, muss die Fruchtfolge richtig geplant werden. Dadurch wird das Schädlingsrisiko vermindert und die Nährstoffe im Boden werden besser genutzt. Es gibt Starkzehrer (z. B. Kürbis, Gurken, Kohlarten), Mittelzehrer (z. B. Möhren, Mangold, Salat) und Schwachzehrer (z. B. Radieschen, Bohnen, Zwiebeln), die im Jahresrhythmus von einem Beet zum anderen wandern.

HELENA WALLNER

Foto

Foto © Alex - Fotolia.com

Bild vergrößernKarotten und Zwiebel sind DIE klassischen BeetnachbarnFoto © Alex - Fotolia.com

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