Mit dem Ferrari wohnen
Sein bestes Pferd im Stall: Jon Ryder findet für sein Auto garantiert immer einen Parkplatz - sein Ferrari steht nämlich in seinem Wohnzimmer.

Foto © APADas Garagentor liegt hinter dem Vorhang
Von Kindesbeinen an ist der Stahlarbeiter aus dem englischen Sheffield italienischem Blech verfallen. Vor vier Jahren leistete sich der 29-jährige Brite Jon Ryder nach langem Sparen einen Ferrari F355 Spider, Baujahr 1996 - und liebt ihn heute noch so sehr, dass er ein Zimmer in seinem Haus mit ihm teilt.
Vor rund einem Jahr sind er und seine Frau Catherine in ihr neues Haus eingezogen. Aber was tun mit dem ebenerdigen Raum mit länglichem Grundriss und Blick auf die Terrasse? "Ich habe gleich das Potenzial gesehen", sagt Ferraristo Ryder und legte umgehend mit den Planungen der Traumgarage für sein Traumauto los.
Kaum einen Monat später waren die Wände verputzt, das Zimmer frisch ausgemalt und ein funktioneller grauer Fliesenfußboden verlegt - praktisch und leicht zu reinigen, wenn der V8-Motor des Cabrios einmal ein paar Tropfen Öl verliert. Und damit der Ferrari nicht zu einer teuren italienischen Skulptur verkommt, können die 381 PS durch ein von einem Vorhang getarntes Garagentor ganz leicht in die Freiheit gelangen.
Gemeinsam fernsehen
Beim Einrichten setzte der Autofan auf Recycling und verwendete Möbel, die nach dem Umzug keinen Platz im neuen Haus mehr fanden. Das TV-Möbel beherbergte früher Handtücher im Badezimmer, Couch und Vorhänge stammen aus dem einstigen Wohnzimmer. Jetzt kann er beim entspannten Fernsehen auf der Couch immer sein liebstes Stück in dezentem Gelb namens "Giallo Fly" im Auge behalten.
Den geschickten Heimwerker hat der Umbau nur rund 1000 Euro gekostet. Das versöhnte seine Frau Catherine, die von der Idee einer Wohnzimmergarage anfangs gar nicht viel hielt. "Jon hat oft solche verrückten Ideen. Aber am Ende funktioniert es dann doch. Irgendwie."
















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