Da gab die Tracht den Ton an
16.000 tanzten beim 63. Bauernbundball. Einer sogar in sündteurer Lederhose - da konnten nicht einmal zwei Minister und Andreas Gabalier konkurrieren.

Foto © Jürgen FuchsDie Steirerinnen führten ihre schönsten Dirndl aus
Es war das große Fest der Trachten: Mehr als 16.000 Besucher schunkelten am Freitag beim größten Ball Europas durch die Grazer Messe. Lange bitten ließ sich da auch die Prominenz nicht. Für ein Gesprächsthema sorgte Moderator Dorian Steidl. Der führte in einer 7000 Euro teuren Lederhose durch das Programm in der Stadthalle. Stellte sich nur eine Frage: Welches ist das - wenn auch nicht in Euro gemessen - wertvollste Kleidungsstück der VIPs? "Eindeutig ein schwarzer Pullover, den meine Mutter gestrickt hat", erzählte Mimin Brigitte Kren, die mit "Dancing Stars"-Partner Willi Gabalier antanzte. Dessen Bruder, Volksrocker Andreas, setzt hingegen in jeder Lebenslage auf sein "rot-weiß kariertes Schnäuztücherl". Was er am Stück Stoff so schätzt: "Auf der Bühne kann ich mir damit die Stirn abtupfen. Im Notfall kann man es sogar zur Kopfbedeckung umfunktionieren", verriet der Sänger, der für einen "Echo" nominiert ist.
Bürgermeister Siegfried Nagl brauchte ein wenig Bedenkzeit, ehe ihm die Antwort einschoss: "Mein Pfadfinderhemd. Da ich ja im Präsidium sitze, habe ich ein neues bekommen", verriet er. Kurz danach begrüßte er Polit-Kollegen wie die Minister Beatrix Karl und Nikolaus Berlakovich, Vize-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und die Landesräte Bettina Vollath und Christian Buchmann. Weiters unter den Gästen: Styria-Vorstand Klaus Schweighofer, Kleine Zeitung-Geschäftsführerin Helga Schrott, Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski und "Miss Styria" Sabrina Konrad. Bauernbund-Direktor Franz Tonner meinte auf die Frage nach seinem liebsten Kleidungsstück: "Meine kurze Lederne." Die musste für das große Fest aber einem eleganten Steireranzug weichen.
Übrigens: Ein Tisch wurde von den VIP-Gästen immer beäugt. Kurz vor seinem Urteilsspruch hatte sich auch Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig ein Sitzplatzerl reserviert. Wenig überraschend blieb sein Sessel aber leer.




















