"Bodyguard" Kevin Costner hält Grabrede
Große Namen haben sich für die Beerdigung der Pop-Diva Whitney Houston für den morgigen Samstag angekündigt. Neben Houstons Ex-Gatten Bobby Brown werden Weggefährten aus dem Musik- und Filmbusiness erwartet.

Foto © Reuters
Eine Woche nach dem Tod von Pop-Diva Whitney Houston wollen Stars wie Aretha Franklin, Stevie Wonder und Kevin Costner Abschied von der Sängerin nehmen. Vor der Kirche in Newark, in der am Samstag die Trauerfeier stattfindet, legten bereits zahlreiche Fans Blumen nieder. In Kalifornien wurden zwei bekannte Radiomoderatoren wegen beleidigender Äußerungen über die Verstorbene für zehn Tage suspendiert.
Vor der roten Backstein-Kirche in Newark im US-Bundesstaat New Jersey nahmen am Donnerstag (Ortszeit) Fans trotz Regens und Kälte Abschied von ihrem Idol. An einem Gitter befestigt waren rote Luftballons, die ein Herz bildeten. "We will always love you" (Wir werden Dich immer lieben) stand in Anlehnung an Houstons Hit "I will always love you" auf den Ballons geschrieben. Fotos, Rosen und Kerzen lagen vor dem Eingang des Gotteshauses.
Die Baptisten-Kirche, in der Houston als Kind im Gospel-Chor gesungen hatte, konnte am Donnerstag nicht betreten werden und wurde von der Polizei bewacht. Metallgitter versperrten den Eingang. Zu dem Trauergottesdienst und der Beerdigung Houstons sind nur geladene Gäste zugelassen. Die Zeremonie wird aber live im Internet übertragen werden. Fans hatten sich enttäuscht gezeigt, dass es keine öffentliche Trauerfeier für die Popdiva geben wird.
Starreigen bei Begräbnis
Singen wird Soullegende Aretha Franklin, Houstons Patentante. Wie der Agent der verstorbenen Pop-Diva weiter mitteilte, werden außerdem Stars wie Stevie Wonder und Alicia Keys erwartet. Costner, an dessen Seite Houston im Film "Bodyguard" mitspielte, wird eine Ansprache halten. Auf der Gästeliste stehen außerdem der Plattenproduzent Clive Davis und US-Talkdiva Oprah Winfrey. Die Grabrede hält Pastor Marvin Winans. Er war mit Houston befreundet und hatte 1992 auch schon ihre Hochzeit mit Soulsänger Bobby Brown gefeiert.
Houston war am vergangenen Samstag tot in der Badewanne ihres Hotelzimmers in Beverly Hills aufgefunden worden. Nach Angaben der Gerichtsmediziner wurden in dem Zimmer verschreibungspflichtige Medikamente gefunden. Mutmaßungen zufolge starb die 48-Jährige an einem tödlichen Mix von Medikamenten und Alkohol.
Die beiden Moderatoren John Kobylt und Ken Chiampou, die beim Radiosender KFI-AM eine beliebte Talkshow moderieren, hatten sich über die Drogenprobleme Houstons lustig gemacht. Sie dürfen nun bis zum 27. Februar nicht mehr ans Mikrofon, wie der Sender mitteilte. Kobylt hatte die Sängerin als "Crackhure" bezeichnet. Viele im Umfeld der Sängerin hätten "die Nase voll" von ihr gehabt. Als bekannt geworden sei, dass die Sängerin gestorben sei, habe es geheißen: "Wirklich? Erst jetzt?" KFI-AM erklärte, die Moderatoren hätten "taktlose und unangemessene Bemerkungen" über die verstorbene Sängerin gemacht.

















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