Kein eindeutiger Koalitions-"Sieger" beim Sparpaket
Tendenziell haben die Österreicher das Gefühl, dass sich die ÖVP bei den Verhandlungen zum Sparpaket eher durchgesetzt hat. Es gibt aber auch Umfragen, die die SPÖ als dominante Partei bei den Verhandlungen sehen.

Foto © APVizekanzler Michael Spindelegger und Bundeskanzler Werner Faymann bei der Pressekonferenz zum Sparpaket
Die Österreicher sind sich offenbar nicht ganz sicher, welche der beiden Regierungsparteien dem Sparpaket ihre Handschrift aufgedrückt hat. Dieses Bild zeichnen diverse Umfragen, die seit der Präsentation der Maßnahmen veröffentlicht wurden. Tendenziell neigten die Befragten aber eher dazu, der ÖVP mehr Durchsetzungskraft zu attestieren.
So sahen etwa in einer OGM-Umfrage für den "Kurier" 45 Prozent die Handschrift der ÖVP und 19 Prozent jene der SPÖ. Eine "Standard"-Untersuchung (Market) kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: 40 Prozent der Befragten waren der Ansicht, die Volkspartei habe sich durchgesetzt, 23 Prozent sagten das von der SPÖ.
Überwiegend "politisch ausgewogen" finden die Leser der "Salzburger Nachrichten" (Eigenumfrage) das Paket, nämlich 77 Prozent der Befragten. 18 Prozent sahen eine ÖVP-Dominanz, vier Prozent einen Einfluss der SPÖ. Das Humaninstitut schließlich kommt in einer jüngst publizierten Umfrage zu einem ganz anderen Befund: Demnach gaben 52 Prozent an, die Sozialdemokraten hätten sich durchgesetzt, 23 Prozent sahen die ÖVP im Sparpaket verewigt. 25 Prozent antworteten mit "keiner von beiden".













