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Ein NHL-Stürmer für die Rotjacken Noch ist nichts verloren für den KAC Voriger Artikel Aktuelle Artikel: KAC Nächster Artikel Ein NHL-Stürmer für die Rotjacken Noch ist nichts verloren für den KAC
Zuletzt aktualisiert: 20.02.2012 um 20:17 UhrKommentare

Der KAC-Kapitän ist wieder an Bord

Der Verzicht auf Christoph Brandner beim 3:5 in Salzburg sorgte für Diskussionen. Am Dienstag ist der KAC-Kapitän wieder mit von der Partie.

Christoph Brandner

Foto © GEPAChristoph Brandner

Christian Weber, Nachfolger von Trainer Manny Viveiros, hatte Brandner vor dem ersten Play-off-Spiel in Salzburg kurzerhand mitgeteilt, dass er für ihn keinen Platz in seinem Auswärtssystem hätte. Klar, dass der 36-jährige Kapitän da fürs Erste um Luft rang. Schließlich ist Brandner nicht irgendwer und wurde 2008 nach seiner Rückkehr nach Klagenfurt nicht von ungefähr mit der Kapitänswürde betraut. Der gebürtige Steirer hatte sich am 12. Oktober 2003 in die Eishockey-Geschichtsbücher eingeschrieben, als er als erster österreichischer Feldspieler in der National Hockey League, der besten Eishockey-Liga der Welt, einen (von später vier) Treffern verbuchen konnte.

"Klarerweise hat mir das nicht gepasst, kein Spieler sieht sich ein Match gern von der Tribüne aus an. Noch dazu unverletzt. In der jetzigen Phase zählt nur das Kollektiv und keine persönlichen Befindlichkeiten. Ich bin Profi genug um mit so einer Situation umgehen zu können", stellt der Kapitän der Rotjacken klar. Die Nichtberücksichtigung von Brandner in Salzburg, bemühten sich gestern die KAC-Funktionäre Karl Nedwed und Hellmuth Reichel klarzustellen, sei keineswegs die Demontage eines "Eishockey-Denkmales", wie in den Eishockey-Foren kritisiert. Dass manchmal taktische Maßnahmen auch gestandene Akteure treffen, wäre im Sport normal. Präsident Nedwed gab schließlich doch zu, vom Fehlen Brandners "einigermaßen überrascht gewesen zu sein". Nedwed vermisste den langen Stürmer vor allem im Powerplay, wo dem KAC in sechs Überzahlspielen kein einziges Tor (die Salzburger hingegen schossen in acht gleich drei) gelang.

Kein Mitfahrverbot

Das kolportierte Verbot Brandners, im Mannschaftsbus nach Salzburg zu fahren, hätte es laut der Klubchefs nie gegeben. Allerdings sei es durchaus üblich, dass im Bus nur jene Spieler sitzen, die auch zum Einsatz kommen. Von einer Demontage Brandners seitens des KAC ist jedenfalls keine Rede. "Wir sind immer davon ausgegangen, dass er am Dienstag im Heimspiel wieder im Kader steht", sagte Trainer Weber nach dem Training.

MARTIN QUENDLER, HEINZ TRASCHITZGER

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