Aus "best of seven" wird "best of five"
Sowohl der KAC als auch die Black Wings haben am Dienstag in der Viertelfinal-Serie den Ausgleich geschafft. Der KAC hadert mit fernbleibenden Zuschauern.

Foto © GEPA
Die beiden Österreicher-Duell im Viertelfinale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) beginnen am Donnerstag (19.15) quasi von vorne. Nachdem die Black Wings Linz (3:2 bei den Vienna Capitals) und der KAC (5:4 gegen Red Bull Salzburg) jeweils nach Verlängerung gewonnen haben, steht es in beiden "best of seven"-Serien 1:1. Auch Olimpija Ljubljana schaffte gegen Fehervar den Ausgleich, lediglich Medvescak Zagreb liegt gegen HC Znojmo mit zwei Siegen voran.
"Jetzt geht alles wieder von vorne los. Wir sind zwei Mannschaften auf Augenhöhe und ich rechne mit einer sehr engen und langen Serie", meinte Capitals-Trainer Tommy Samuelsson, nachdem sein Team den Vorteil des Auswärtserfolgs zum Auftakt verspielt hat. "Wir haben das Spiel am Dienstag verschenkt, im Powerplay zu wenig Druck erzeugt und nicht effizient genug gespielt. Linz hat gezeigt, warum sie in dieser Saison bisher die dominierende Mannschaft waren. Sie nützen jeden kleinen Fehler beinhart aus. Das macht sie auch so gefährlich", analysierte der Schwede die Gründe für die Niederlage.
Doch die Wiener fahren auch mit viel Zuversicht nach Linz. "Es gibt keinen Grund, in Linz nicht ein zweites Mal zu gewinnen", sagte Samuelsson. Die Linzer haben sich zwar den Heimvorteil wieder zurückgeholt, sie gehen dennoch vorsichtig in ihr zweites Heimspiel. Linz-Coach Rob Daum glaubt aber, dass sich die Serie auch rasch entscheiden kann. "Derzeit ist alles extrem ausgeglichen, aber in einer Serie können Kleinigkeiten entscheidend sein und sich der Vorteil ganz rasch deutlich in die ein oder andere Richtung ausschlagen", meinte der Kanadier.
Nur 3.621 Zuschauer beim KAC
Auch im zweiten Spiel ist alles offen, auch wenn beim KAC nicht alles eitel Wonne ist. Nur 3.621 Zuschauer waren in die Klagenfurter Stadthalle gekommen und damit 600 weniger als durchschnittlich in Grunddurchgang und Zwischenrunde. Viele Fans haben mit ihrem Fernbleiben wohl ihren Unmut über die ihrer Meinung nach zu hohen Preise im Play-off kundgetan. Die KAC-Fans sahen immerhin ein Happy End, als Raphael Herburger in der 4. Minute der Verlängerung die Kärntner zum Sieg schoss. "Mit fünf Gegentoren kann man auswärts nicht gewinnen", meinte Salzburg-Kapitän Matthias Trattnig.
Der nach der Zwischenrunde ausgeschiedene VSV, der sich am Dienstag von Trainer Mike Stewart trennte, verlängerte den Vertrag mit Torhüter Bernhard Starkbaum um drei Jahre. Starkbaum war mit einer Fangquote von 93,6 Prozent bester Torhüter der Liga. Der Vertrag mit dem slowenischen Stürmer Tomaz Razingar wird dagegen nicht verlängert.


















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