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Zuletzt aktualisiert: 22.02.2012 um 11:44 UhrKommentare

Schröcksnadel will Rennen in Wien

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel ist in Moskau auf den Geschmack gekommen, die Rufe nach einem Parallel-Rennen in Wien werden lauter. "Ein Bewerb im Wiener Stadion wäre eine tolle Sache", so Schröcksnadel.

Moskau soll als Vorbild dienen

Foto © GEPAMoskau soll als Vorbild dienen

Die Parallel-Bewerbe in Großstädten haben Zukunft. Darin sind sich die Protagonisten im alpinen Ski-Weltcup auch nach dem "City-Event" am Dienstagabend in Moskau einig. Nun werden die Rufe nach der Weltcup-Premiere in Wien lauter. "So ein Rennen im Happel-Stadion wäre eine tolle Sache. Der Rampenbauer sieht kein Problem darin, die 172 Meter lange, 50 Meter hohe und 32 Meter breite Piste in die Bundeshauptstadt zu stellen", sagte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und kündigte ein Gespräch mit Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) an. "Vielleicht geht da etwas", meinte Schröcksnadel.

Gegen Weltcup-Punkte

Kein Fan ist der Tiroler allerdings von der Tatsache, dass es für einen Bewerb wie in Moskau Weltcup-Punkte gibt. "Man muss sich schon überlegen, ob man für so etwas Weltcup-Punkte vergeben soll. Das ist eher Promotion für den Skisport", erklärte Schröcksnadel.

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Foto vergrößernÖSV-Präsident Peter SchröcksnadelFoto © GEPA

Marcel Hirscher ist in Moskau im Viertelfinale am späteren Sieger Alexis Pinturault aus Frankreich gescheitert. Für Rang fünf gab es aber immerhin 30 Punkte. Und die reichten, um Ivica Kostelic als Leader im Gesamt-Weltcup abzulösen. Der Salzburger profitierte aber vom Fair-Play des Kroaten. Denn Kostelic verzichtete darauf, sich verletzt lediglich an den Start zu stellen und dafür gemäß Reglement 15 Punkte abzuholen.

Ansonsten hieße der Weltcup-Leader weiter Kostelic, denn Hirscher führt aktuell 12 Punkte vor Kostelic und 42 Zähler vor Feuz. Der Weltcup-Tross übersiedelt nun in die Schweiz, wo in Crans Montana am Freitag und Samstag Super-Gs und am Sonntag ein Riesentorlauf auf dem Programm stehen. Hirscher wird wohl am Freitag sein Speed-Debüt in dieser Saison geben, die offizielle Start-Bestätigung hat der 22-Jährige aber noch nicht gegeben.

Rennen wie in Moskau unterstützt auch Hirscher. "Uns Athleten taugt es. Wenn es den Zuschauern auch taugt, dann sollte man es beibehalten", meinte Hirscher. Wie Schröcksnadel wünscht sich auch der am Dienstag zweitplatzierte Deutsche Felix Neureuther einen Parallel-Event auf österreichischem Schnee. "Spannend wäre so etwas in Österreich. Ich denke, da würden sehr viele Leute kommen."

"Sehr lässig"

Auch bei den Damen, bei denen im Finale die US-Amerikanerin Julia Mancuso gegen die Österreicherin Michaela Kirchgasser gewann, fand die Moskau-Tour großen Anklang. "Ich hoffe, dass wir in Zukunft mehr solche Rennen fahren", forderte Anna Fenninger. Auch Marlies Schild ist begeistert: "Sehr lässig, das ist einmal ganz etwas anderes und macht Spaß. Der Erfolg ist sehr stark von einem guten Start abhängig."

Verbesserungspotenzial in dem noch jungen Bewerb sind aber natürlich noch reichlich vorhanden. So wiesen einige Athleten auf das Risiko von Kopfverletzungen durch die Torflaggen hin. Auch die Regel, wonach es Punkte für den Gesamt-Weltcup zu holen gibt, steht nicht nur bei Schröcksnadel in der Kritik. Vor allem aufgrund des niedrigen sportlichen Stellenwerts. Aber auch aufgrund der Wettbewerbsverzerrung, schließlich dürfen nach aktuellem Stand nur 16 Läufer pro Geschlecht an den Start gehen.


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