Grazer Richter beteuert: "Ich bin kein Katzenmörder"
Erstmals nimmt jener Grazer Richter, der seine Katze an die Wand genagelt haben soll, zu den Vorwürfen Stellung. Er schließt nicht aus, dass jemand ihm "einen Hund angetan" habe.

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An ein Komplott glaubt er selber nicht. Vielmehr vermutet er, dass ihm irgendjemand "einen Hund angetan hat" und es zu einer Kettenreaktion gekommen ist. Jener Grazer Richter (39), der vom Dienst suspendiert wurde und gegen den ein Ermittlungsverfahren anhängig ist, nimmt erstmals öffentlich zu den Vorwürfen Stellung.
Wie die Kleine Zeitung exklusiv berichtet hatte, wird dem Betroffenen Tierquälerei, falsche Beweisaussage, gefährliche Drohung und Fälschung von Beweismitteln vorgeworfen. Konkret: Ende Jänner alarmierte der 39-Jährige über Notruf die Polizei, weil sein Haus verwüstet und eine seiner vier Katzen an die Wand genagelt worden war. "Aber die Polizei hat von Anfang an nur in eine Richtung ermittelt", kritisiert der Richter. "Ich war schon immer der Verdächtige."
Rätselhafte SMS
Als Motiv vermuten Polizei und Staatsanwaltschaft einen Sorgerechtsstreit um die gemeinsame, zehn Monate alte Tochter. "Meine Frau und ich haben uns Anfang dieses Jahres für eine Weile getrennt", erklärt er. Auslöser dafür seien Telefonbotschaften gewesen, die er erhalten habe. Der unbekannte Anrufer habe seine Partnerin so sehr angeschwärzt, dass er selber an ihr zu zweifeln begonnen habe. "Dann sind auch noch Dinge passiert, die mit den Telefonmitteilungen übereingestimmt haben", behauptet der Richter. Das habe zur vorläufigen Trennung geführt. In weiterer Folge habe er das Sorgerecht für die kleine Tochter beantragt.
An jenem Tag, als bei ihm eingebrochen wurde, habe seine Frau drei SMS erhalten. Laut Polizei habe es sich um eindeutige Drohungen gehandelt. Sie selbst behauptet etwas anderes: Man habe ihr mitgeteilt, dass sich ihr Mann umbringen werde. Während die Polizisten mit dem Richter telefonierten, erhielt auch er eine SMS: "Hol die Kinder ab, ich kann nicht mehr", lautete die Mitteilung. Tatsächlich wurden alle SMS von ein und derselben Telefonnummer aus gesendet. Der Inhaber dieser Nummer konnte noch nicht ausgeforscht werden. Die Ermittlungen laufen.
Untergetaucht
Der Richter beteuert: "Ich war es nicht, der diese SMS verschickt hat. Da will mir irgendjemand etwas in die Schuhe schieben. Ich schließe nicht aus, dass alles mit dem früheren Partner meiner Frau oder mit einem Strafverfahren gegen einen Drogendealer zu tun hat."
Der Richter ist mit Frau und Kindern in einem oststeirischen Thermenhotel untergetaucht - aus Angst, wie er betont. In sein Haus will er nicht mehr zurück.















