"Ich bin für ein Rauchverbot"
Behördenleiterin Ennemoser will eine klare Regelung.

Foto © STG/FISCHEREnnemoser, Behördenleiterin in Graz
Andere Behördenvertreter in der Steiermark sind bass erstaunt, dass in Graz die Behörde von sich aus aktiv geworden ist. Haben Sie es besonders auf die Raucher abgesehen?
VERENA ENNEMOSER: Nein, wir haben ja aufgrund von Anzeigen seitens der Bürger kontrolliert. Da haben wir uns eben entschieden, einzelne Schwerpunkte zu setzen. Wir tun uns in Graz aufgrund der hohen Lokaldichte aber auch leichter.
Wie geht es Ihnen als Behördenleiterin mit dem Nichtraucherschutzgesetz?
ENNEMOSER: Ich bin nicht wirklich glücklich mit der Situation. Das ist für die Beamten nicht lustig und es kostet auch viel Geld, wirklich zu kontrollieren. Daher meine ich, dass das Gesetz geändert gehört.
Was soll anders werden?
ENNEMOSER: Ich bin für ein generelles Rauchverbot in den Lokalen. Die Leute sollen im Freien rauchen. Das funktioniert in England, in Irland, in Italien.
Die Wirtschaftskammer sieht das anders.
ENNEMOSER: Das wäre auch ein Schutz für die Wirte. Wenn überball das Rauchen verboten ist, dann ist auch kein Wirt benachteiligt.
Was ist der häufigste Verstoß, den Sie festgestellt haben?
ENNEMOSER: Dass bei den Trennwänden - die übrigens oft die Atmosphäre im Lokal zerstören - die Türen permanent offen stehen.















