Kostüm fing Feuer: 19-Jährige außer Lebensgefahr
Beim Faschingsumzug in Knittelfeld fing das Kostüm einer 19-Jährigen Feuer. Steirerin erlitt Verbrennungen zweiten und dritten Grades, 25 Prozent der Hautoberfläche sind betroffen.

Foto © Erwin Scheriau
Schwere Verbrennungen hat eine 19-jährige Obersteirerin Dienstagnachmittag bei einem Faschingsumzug in Knittelfeld erlitten. Beim Nachtanken eines Stromaggregates war die Dekoration in Brand geraten und hatte auf die Kleidung des Mädchens übergriffen.
Der Zwischenfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 15 Uhr. Beim Nachfüllen von Benzin in ein Stromaggregat auf einem der Umzugwagen dürften sich Dämpfe entzündet haben. Eine Stichflamme setzte die Dekoration in Brand. Die 19-Jährige, die persönliche Gegenstände aus dem Gefahrenbereich bergen wollte, wurde selbst von den Flammen erfasst, ihre Strumpfhose begann zu brennen. Andere Akteure auf dem Umzugwagen kamen ihr zur Hilfe und löschten die Flammen mit Decken und Feuerlöscher.
Dämpfe entzündeten sich
"Das war ein schlimmer Anblick, denn die Strumpfhose des Mädchens hat sofort Feuer gefangen", berichtet ein Augenzeuge. "Der Lkw war gerade auf Höhe des Spar-Marktes, als es passiert ist", berichtet ein Sprecher der Knittelfelder Stadtfeuerwehr. Zahlreiche Jugendliche und auch einige Kinder fuhren auf dem Lkw mit, der mit Palmen und Sonnenschirmen geschmückt war und einen Beachclub darstellen sollte. Laute Musik schallte, es wurde fröhlich getanzt. Um die Musikanlage zu betreiben, verwendeten die Jugendlichen das Stromaggregat. "Während der Fahrt füllte ein Jugendlicher aus einem Kanister Benzin nach. Er hatte das Stromaggregat zwar zuvor ausgeschaltet, aber es war dennoch zu heiß", sagt Feuerwehreinsatzleiter Erwin Schabhüttl. Die heißen Dämpfe entzündeten sich, eine Stichflamme war die Folge.
Die Verletzte wurde mit der Rettung ins LKH Knittelfeld gebracht und von dort ins Wiener AKH geflogen. Laut Rotem Kreuz hat die junge Frau Verbrennungen zweiten und dritten Grades an Armen und Beinen erlitten, 25 Prozent der Hautoberfläche sind betroffen. Lebensgefahr besteht entgegen anderer Meldungen nicht. Schon am Mittwoch wird das Mädchen aus dem künstlichen Tiefschlaf geholt.
Features
Polizeieinsätze am Faschingsdienstag
Vier Randalierer wurden wegen Widerstandes gegen Staatsgewalt, 24 Personen wegen Körperverletzung und elf Personen wegen Sachbeschädigung angezeigt.
Zudem musste die Polizei bei sieben Rauhandel einschreiten und zwei Streitschlichtungen durchführen.
19 Fahrzeuglenker waren alkoholisiert unterwegs, davon mussten elf Lenker ihren Führerschein abgeben.














