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Der olympische Denker
Lukas Schönbacher (17) gewann die steirische Philosophie-Olympiade.

Foto © GERNOT EDER bel nach der Siegerehrung: Lukas Schönbacher holte beim Denksport den Goldpokal
An den Sieg gedacht hat er gar nicht. "Philosophie und Wettkampf sind eigentlich zwei widersprüchliche Begriffe", sagt Lukas Schönbacher. Und dennoch hat er, genau in dieser Disziplin, jetzt einen Pokal. Der 17-jährige Schüler gewann gestern das große Finale der steirischen Philosophie-Olympiade. Nur mit der Kraft seiner Gedanken.
Wie so ein Bewerb abläuft, ist schnell erklärt. "Man bekommt ein paar Monate im Vorhinein ein philosophisches Thema vorgegeben, zu dem man einen Aufsatz verfassen muss", erzählt der Schüler, der die achte Klasse des Borg Birkfeld besucht. In seinem Fall war das Thema ein Zitat des Philosophen Ludwig Wittgenstein: "Der Sinn der Welt muss außerhalb liegen." Nicht mehr als drei Seiten durften seine Gedanke dazu füllen.
"Das Schwierige ist ja nicht das Schreiben selbst, sondern der Denkprozess im Vorfeld", erinnert sich der junge Miesenbacher. Wochenlang schwirrten ihm die Gedanken zum Thema durch den Kopf, immer wieder kam er zu neuen Erkenntnissen. "Gerade das ist aber das Spannende an der Philosophie. Je konsequenter man einen Gedanken verfolgt, desto näher rückt man an die Wahrheit. Und man entdeckt in den Theorien Parallelen zu seinem eigenen Leben", so Schönbacher.
Österreich-Finale
Mit seinem Sieg hat sich der Oststeirer, wie auch drei weitere Steirer (siehe Infokasten), für das große Österreich-Finale qualifiziert, das im März in St. Virgil (Salzburg) stattfinden wird. Dort erhöht sich die Schwierigkeitsstufe bei den olympischen Denkspielen noch. Innerhalb von vier Stunden muss Schönbacher einen Aufsatz zu einem vorgegebenen Thema verfassen. "Darauf bin ich gespannt. Ein bisschen Druck ist da sicher dabei", lacht er.









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